logofff
logofinster  busch
Saunawissen - Saunahölzer
Saunahölzer / Thermoholz

Pfeil nach rechts Holz für den Saunakorpus  

Hier geben wir Ihnen einen Überblick über die Holzarten, wie sie im Saunabau eingesetzt werden.

Eigentlich ist es doch so einfach:
Es gibt Fichte, Kiefer, Tanne … und die A- und B-Sortierung... – Weit gefehlt!

Von der Fichte gibt es, genauso wie von der Tanne, über 50 verschiedene Arten. Auf die Qualität, speziell für die Sauna (größte Belastung in Sachen Hitze + Feuchtigkeit), haben viele weitere Faktoren Einfluß:

    - je nördlicher gewachsen – je fester, je weniger Harz,
    - Kernholz aus der Stammmitte ist wesentlich besser als „außenliegendes“ Holz (meist astiger, höherer Harzanteil),
    - die Sortierung A, B oder C,
    - die „Augen“ Ihres Saunabauers (so hat z.B. eine Hemlock A Sortierung keinen einheitlichen Farbeindruck – es liegt also am Verarbeiter dies nachzusortieren).

Was bedeutet das für Sie? – Die Kompetenz und die Referenzen Ihres Saunabauers sind wichtig, da Sie sich einfach darauf verlassen müssen, dass auch in diesem Punkt fachgerechte Arbeit abgeliefert wird.

Trotz des eben Genannten geben wir Ihnen nachfolgend einen Überblick über die wichtigsten Holzarten des Saunabaus.

Nordische Fichte – das gebräuchlichste Holz für die Sanaanlagen, sei es als Profilbrett oder als Massivholz. Mit dem Zusatz „nordisch“ will Ihr Saunabauer / Lieferant ausdrücken, dass es sich bei dieser Fichte um qualitativ hochwertiges Holz handelt.

Wenn Sie aber bei www.wikipedia.de nachschauen, werden Sie feststellen – nordische Fichte gibt es nicht, dort heißt sie „gemeine Fichte“. Sie werden weiter feststellen, dass die gemeine nördliche Fichte überall nördlich des Äquators wächst.

Wesentlich aussagefähiger für die Qualität des Holzes ist die Bezeichnung "Skandinavische Fichte" oder "Polarfichte". Von diesem Zusatz zum Namen "Fichte" können Sie erwarten, dass die Jahresringe enger beieinander liegen, weil die Vegetationsperioden kürzer sind und damit das Holz fester ist. Der Harzanteil ist geringer und die Äste sind fest eingewachsen – im Gegensatz zu den „schwarzen Astlöchern“, die eher ein Zeichen für die mitteleuropäische Herkunft des Holzes ist (schnelleres Wachstum, Luftverschmutzung).
Die in Deutschland angebotene Polarfichte stammt überwiegend aus Skandinavien, dem Baltikum und Karelien .

Für den Saunabau wird ein überlanges Nut- und Federprofil angeboten. Dies nimmt die unvermeidliche Ausdehnung / Trocknung durch Hitze und Feuchte besser auf. Normales Baumarktholz hat dieses Profil nicht und ist für die Saunabelastungen auch deshalb nicht geeignet.


Saunaholz PolarfichtePolarfichte

Erhältlich ist das Holz für den Saunakorpus in Deutschland in 12,5 mm, 14 mm, 16 mm und 19 mm Stärke. Auf Grund der geringen Stärke ist 12,5 mm- Holz nur bedingt für den Saunabau geeignet (z.B. ungeeignet für Softklimaöfen). 16 mm starke Profilbretter sind ideal für den privaten Saunabau geeignet, 19 mm findet man dann doch mehr im gewerblichen Einsatz. Es lässt sich auch wesentlich besser befestigen (siehe Bauweisen).

Fichte für die Massivholzbauweise gibt es in Deutschland in 40 mm, 45 mm, 58 mm und 68 mm Stärke.


Saunaholz nordische Fichtemassiv - links 68 - 58 - 40 mm


Tanne – Alle über 50 Arten der Tannen kommen in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel vor. Für den Saunabau in Europa sind die Sibirische Tanne, die europäische Weißtanne und die Kanadische Hemlocktanne von Bedeutung.
Die Auswahl der Hölzer muss sehr genau vorgenommen werden, da insbesondere die europäische Tanne u.U. einen großen Harzanteil hat. Ungeeignet ist die mediterrane Tanne aus Süd- und Osteuropa (Harz).
Viele Saunabauer verwenden für den edlen Massivholzsaunabau ausgesuchte astfreie / astarme Tannenhölzer.

   Kanadische Hemlocktanne
     - wächst überwiegend an der Westküste Kanadas (z.B. Vancouver Islands)
     - extrem standfest, hart, engliegende Jahresringe
     - wenig Harz, durch das pazifische Klima – bis zu 300 Tage Nebel – 100 % Luftfeuchte – extrem resistent gegen Feuchte / Fäulnis
     - rötlich braun
     - verleiht der Sauna extrem lange „Standzeit“
     - ein „muss“ für den gewerblichen Saunabau

   Hemlock Rifts
     - eigentlich wird nur diese Hemlock-Qualität in Europa angeboten
     - der Zusatz „Rifts“ bezeichnet die stehenden Jahresringe, es ist also besonders (aus großen Stämmen) im Sägewerk geschnitten, damit aber auch teuer.
   Eine normale private Saunakabine von 4 qm Grundfläche wird gegenüber Fichte – nur mit innen Hemlock – um ca. 1.000,- Euro teurer.

Saunaholz HemlockHemlock-Tanne

Selten in Deutschland anzutreffende Hölzer für den Saunakörper:

Kiefer - oft sehr harzhaltiges Holz (nur ausgesuchte Qualitäten aus Nordeuropa haben wenig Harz), dekorativ durch die Maserung, leicht gelblich, warm.
Kanadische Zeder - rötlich braun, selten aber dekorativ, lebhaft, wenig Harz.
Espe und Erle - hell bzw. mittelbraun, wird ebenso selten eingesetzt, oftmals auch für Bänke.


Hölzer für die Sitzbänke / Inneneinrichtung

Abachi Abachi

helles afrikanisches Weichholz, warm, geschmeidig, schnellwachsend, geringe Wärmeleitfähigkeit – deshalb das ideale Holz für die Bänke in der Sauna, astfrei, splitterfrei, auch für Dekorationszwecke.

Pappel – wird oft als Abachiersatz angepreisen, da Abachi in dem Ruf eines Tropenholzes steht, obwohl mit diesem Holz keinerlei Raubbau betrieben wird, da es sich wegen seiner geringen Festigkeit nicht als Bauholz eignet und damit für viele uninteressant ist.

Fichte – eigentlich ungeeignet für Saunabänke, weil
   - stark wärmeleitend (schmerzhaft für Körperteile die bei 90° C mit Fichte in Berührung kommen),
   - oft hoher Harzanteil,
   - nicht splitterfrei – Verletzungsgefahr, wird oft von Billiganbietern eingesetzt.


Thermowood®


Dieser Begriff bezeichnet eine Art Wärmebehandlung von Hölzern – scherzhaft gesagt: „vorglühen“. Holz wird in einem patentierten Verfahren langsam auf 200° C erhitzt - dies alles geschieht ohne Chemie. Danach sieht das Holz bräunlich aus – die Wärmeleitfähigkeit wird verringert. Es weist Wasser besser ab und hat einen erhöhten Pilzschutz. Es hat wesentlich weniger Harz, es quillt und schwindet weniger, es glänzt edel.

Es hat also all die Eigenschaften, die wir ansonsten nur von tropischen Hölzern kennen.
Die aktuellen Infos zur Herstellung usw. können sie sich in unserem Downloadbereich herunterladen.

Thermoholz wird in Deutschland speziell für den Außenbereich (Terrasse) eingesetzt. Ganz selten im Saunabau (Hintergrund ist eben die Kenntnis der Kunden, die Bequemlichkeit der Saunaproduzenten und die damit verbundene geringere Nachfrage).

Beschaffbar für Ihre Wunschsauna in Deutschland zu halbwegs „zivilen“ Preisen sind Kiefer und Espe: durch den verringerten Harzanteil und die geringe Wärmeleitfähigkeit – sowohl als Wandverkleidung / Profilbrett, als auch für Saunabänke.

Verschiedene Arten und Profile von Thermoholz:

Saunaholz Thermowood
Thermoholz -
(von links: Teil 1-3: thermisch behandeltes Espenholz in verschiedenen Stärken und Profilen, mit oder ohne Rundung für Saunabänke,
Teil 4: mit lebhafter Maserung für Saunabänke aus thermisch behandelten Kiefernholz,
Teil 5-7: Thermoholz für Saunawände - ganz oben: Kiefer mit großen Abständen der Jahresringe, beide untere: Espe, in der Mitte als Fingerpaneel)

Pfeil nach oben


Saunawissen - Saunahölzer

 
Logo Finsterbusch Wellness Factory Neu auf
Sauna-Pool.de

04.02.2012
  • Die 364. "Filial- Eröffnung
    - Familie Grieger
    hier...

    04.02.2012 -
  • Die 365. "Filial- Eröffnung
    - Familie Spindler
    hier...

    03.02.2012 -
  • Die 362. "Filial- Eröffnung
    - Familie Erhardt
    hier...

    03.02.2012 -
  • Die 363. "Filial"-Eröffnung
    - Familie Grundeis
    hier...

    07.06.2011 -
  • NEUHEIT: Flexible Saunaliege - im Handumdrehen auf jede Körpergröße einstellbar
    hier...

    01.04.2011 -
  • Internationale Standorte unserer Saunen
    hier...

    18.03.2011 -
  • Aktuelle Infos zu holzbeheizten Saunaöfen
    hier...