Themen:
Ich hab einen zweiten Wärmefühler in der Sauna. Welche Funktion hat dieser?
Einige Steuerungshersteller sind der Meinung, dass sie damit eine bessere Temperaturregelung erreichen (Mittelwertbildung). Der zweite Fühler ist meist in der Höher der Rückenlehne, also diagonal gegenüber dem ersten Fühler platziert, der sich über dem Ofen befindet. Mit der Mittelwertbildung und Messung der Differenz von Temperaturabweichungen erhofft man sich eine gleichmäßigere und bessere Beheizung der Saunakabine.
(Es hat jedoch den Anschein, dass es in allererster Linie zur Erhöhung des Umsatzes des Steuerungsherstellers dient, denn ein zweiter Wärmefühler ist in aller Regel nicht erforderlich.)
Wie gibt es Softklimasteuerungen mit und ohne Feuchtefühler und wie wird die Feuchte geregelt?
Alle Steuerungshersteller haben neben der normalen Steuerung für die finnische Saunakabine (heiß und trocken) auch Steuerungen für Softklima- /oder Bio-Öfen im Angebot. Der Komfort und die Regelung sind dabei unterschiedlich.
Eine einfache Klimasteuerung hat keinen Feuchtfühler und nur einen Wärmefühler. Diese einfachen Steuerungen regeln die Feuchte wie folgt: Je nachdem, welche Feuchte-Intensität Sie wünschen (wie unterschiedlich stark Sie an der Steuerung einstellen) wird ein Zeitrelais getaktet. Ein Drittel Dampf heißt z.B: 1 Minute Dampf-„Volllast“ und 2 Minuten Pause. Zwei Drittel Dampf heißt 2 Minuten Dampf-„Volllast“ und 1 Minute Pause.
Steuerungen mit Feuchtefühler bekommen die Intensität des Dampfes in der Kabine (also Luftfeuchtigkeit) als Rückmeldung aus der Sauna und sind so deutlich besser in der Lage die Feuchte zu regeln. Ausnahme von der Regel: In einigen Fällen ist der Feuchtefühler so (falsch?) platziert, bzw. die Zirkulation / Umluft so stark, dass die Steuerung zu häufig Befehle bekommt. Dabei handelt es sich ebenso wie bei Medikamenten um eine unerwünschte Nebenwirkung. Fragen Sie hierzu den Saunabauer Ihres Vertrauens um Rat und nicht den Apotheker.
Welche Rolle spielt die Temperatur des Aufgusswassers für einen guten Aufguss? Ist warmes Wasser besser als kaltes und wie verhalten sich die Steine, wenn am Anfang Eis aufgelegt wird?
Die Wärme des Wassers spielt schon eine gewisse Rolle.
Man braucht aber bei einem richtig aufgeheizten Ofen kein warmes Wasser.
Zum Thema Eis: Es kommt dabei auf das Steinevolumen an und ist von Ofen zu Ofen unterschiedlich. 20kg Steine sollten es aber schon sein.
Und natürlich sollten die Steine im Zyklus von 200-400 Saunagängen gewechselt werden.
Eindeutige Antwort – j e i n ! oder
Wieviel Saunaofen
braucht der Mensch?
Also ja, es gibt Qualitätsunterschiede. Sie sind aber für
den Laien nicht immer ersichtlich.
Unterschiede gibt es bzgl.:
- Haltbarkeit über die Garantiezeit hinaus -> bei einzelnen
Modellen,
- Anschaffungspreis,
- Haltbarkeit der Heizschlangen,
- Kosten für den Austausch der Heizschlangen (Preisunterschiede
zwischen den einzelnen Herstellern),
- Größe des Steinbehälters und damit des Speichervolumens
der Wärme d.h. eine Art des Übergangs der Wärme
von der glühenden Heizschlange hin zur indirekten Wärmestrahlung
oder auch Infrarotstrahlung des Ofens (anderes Beispiel: die Wärme
zwischen offenem Feuer und Kachelofen unterscheidet sich),
- Verzinkter Steinbehälter – kompletter Edelstahlofen.
Nicht zu übersehen ist der generelle Trend der deutschen Saunaindustrie
immer neue Ideen umzusetzen, die aber auch richtig Geld kosten.
Wie z.B. der gute, aber auch enorm teure, Saunaofen aus Speckstein
(Wärmespeicherung usw.).
Auch der Edelstahlofen – der zwar einen erschwinglichen Mehrpreis
hat – ist kein verbessertes Haltbarkeitskriterium. Wir haben
noch keinen durchgerosteten verzinkten Steinbehälter gesehen.
Ob ein größerer Steinbehälter ein doppelten oder
mehrfachen Aufpreis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden.
Wenn man dies zwangsläufig bejaht, müssen noch andere
Faktoren berücksichtigt werden. Aus unserer Sicht wäre
zur Verbesserung der indirekten Wärmestrahlung dann eher die
Massivholzsauna in sehr starker Ausführung vorzuziehen. Nach
einer gewissen Aufheizphase der starken Massivholzbohlen, heizen
dann indirekt die gesamten Kabinenwände. Dem extrem großen
Steinbehälter sollte man evtl. bei Elementkabinen mit Mineralwolldämmung
in Betracht ziehen. (quasi als Ausgleich des dort nicht vorhandenen
Wärmespeichers).
Hersteller und auch Typen von Steuerungen wachsen in der Anzahl
beständig. Generell gilt – sie funktionieren alle. Unterschiede
gibt es in Komfort und im Preis.
Früher gab es noch thermoelektrische Fühler, dass heißt
die Temperatur wurde über ein Bimetall gesteuert / gemessen.
Diese sind in Deutschland nicht mehr zugelassen.
Erhältlich sind also nur noch elektronische Steuerungen, dass
heißt die Temperatur wird über einen elektronischen Fühler
gemessen. In diesem kleinem Gehäuse (im Saunainnenraum über
dem Ofen angebracht) ist auch ein Sicherheitstemperaturbegrenzer.
Dieser muss / wird bei einer Temperatur über 130° C schmelzen
und so die Sauna stromlos machen.
Der STB kann auch, ähnlich wie eine Sicherung, „ohne
Grund“ schmelzen – ggfs. neuen anfordern. Übrigens,
die meisten Saunasteuerungen haben auch eine Feinsicherung –
ggfs. prüfen, ist häufige Ursache für Defekte.
Für Ihre Fragen hier klicken!

Zunächst ganz einfach nach den Herstellerangaben in der Beschreibung der Steuerung.
Aber: Jeder Steuerungshersteller haftet natürlich für seine Produkte und möchte nicht in Regress genommen werden. Je weiter weg ich den Fühler F1 vom Ofen platziere, umso höher wird die Temperatur und damit die Brandgefahr.
Hinzu kommt, dass die erreichten max. Temperaturen von Kabine zu Kabine differieren (Aufstellort, Raumtemperatur, Zirkulation …).
Der Hersteller geht also mit der Angabe der Fühlerposition auf „Nummer sicher“ und „schiebt den schwarzen Peter“ der Montagefirma zu.
Fakt ist: Hält man die Herstellerangaben ein, kann es sein, dass die max. Saunatemperatur 80° C ist. Der Fühler ist einfach zu nah am Hitzestrom des Ofens (es wird ja nicht die effektive Temperatur gemessen, sondern nur Temperaturunterschiede, die sich aus Veränderungen des elektrischen Widerstandes ergeben). Die Kunst besteht also in einer Art „Eichung“ bzw. der richtigen Platzierung des Fühlers, also genau dort wo z.B. auch ein Thermometer den selben Wert anzeigen würde.
Faustregel: Je weiter weg der Fühler vom Ofen ist, umso heißer wird es in der Sauna.
Aber bitte Vorsicht:
Würden Sie beispielsweise den Fühler in Bodennähe platzieren, würde er quasi einen „Dauerbefehl“ zum Heizen geben, also nicht abregeln und 8 kW „schmoren“ vor sich hin!!
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte nicht den Arzt, Apotheker oder Baumarkt Ihres Vertrauens, sondern den Saunafachmann.

Saunasteine sind eine Art Granit. Die Bezeichnung Lavasteine trifft
je nach Sprachgebrauch nicht zu, weil darunter im allgemeinen die
porösen Steine für den Gasgrill verstanden werden und
diese sind vollkommen ungeeignet.
In der Regel werden Ihnen Perodoit und Olivindiabas Steine aus Finnland
für die Sauna angeboten. Dies sind dunkle Tiefengesteine aus
Vulkantrichtern mit sehr hohem Wärmespeichervolumen (im Unterschied
zum „gemeinen“ Granit). Dies sichert die konstante Saunatemperatur
(nach dem Aufguss bzw. trotz kurzzeitiger Saunatüröffnung).
Für Ihre Fragen hier klicken!

Dies kann man nur pauschal beantworten. Die Steinmenge ist von
der Größe des Ofens, der ja in Verbindung mit der Saunagröße
steht, abhängig.
Darüber hinaus gibt es Öfen mit extra großen Steinbehältern.
In der Regel wird für eine 4 qm große Sauna, also 6-8
kW Heizleistung, eine Packung Steine mit ca. 20 kg benötigt.
Wichtig ist die Steine vorher zu waschen bzw. „abzuduschen“.
Der Transport der Steinpackung bringt manchmal „Abrieb“
zustande. Dieser Abrieb könnte ansonsten beim ersten Aufguss
als „braune Brühe“ nach unten tröpfeln oder
im ungünstigsten Falle als „brauner Nebel“ aufsteigen.
Die Steine sollten locker zwischen die Heizschlangen gelegt werden
(es gibt aber auch andere Ofenbauformen – bitte Herstellerinformation
beachten). Dazu nimmt man in der Regel kleine Steine. Die großen
kommen dann oben drauf. Somit erreicht man eine gute Zirkulation
der Wärme.
Andererseits ist zu beachten, dass man die Steine oben möglichst
so schichtet, dass man keine glühende Heizschlangen sieht.
Damit gewährleistet man, dass das Wasser beim Aufguss auf den
Steinen verdampft und nicht die Heizschlangen unmittelbar „schockt“.
Die hohe Kunst des Aufgusses erreicht man, so wird berichtet, in
dem man oben runde Steine hat und unten eckige. So läuft das
Wasser auch an den runden Steinen ab und kommt schnell auf eine
möglichst große Steinfläche. Der Fachmann spricht
dann vom sogenannten „weichen“ Saunadampf und wer dies
erzeugen kann, darf sich schätzen die hohe Schule des Aufgusses
zu beherrschen (ist mir im übrigen noch nie gelungen und geht
für den Privatbereich auch etwas weit – der Verfasser
dieser Zeilen).

Doch, es ist speziell gehärtetes Olivindiabas, der mindestens
5 x länger haltbar ist. Die Löcher sorgen für ein
besseres und längeres Verdampfen des Aufgusses.
Da eine gewerbliche Sauna im Zeitraum von max. 6 Monaten normalerweise
die Saunasteine wechseln muss, ist diese kostenintensive Steinart
eine Alternative für die Betreiber.
Für Ihre Fragen hier klicken!

Aufgüsse mit ätherischen Ölen und kalkhaltiges Wasser
setzten den Steinen zu.
Sie werden auf mehrere hundert Grad erhitzt und erhalten durch den
Aufguss einen „Kälteschock“. Logisch das mit der
Zeit Splitter abplatzen und das Gestein porös wird. Die Steine
werden merklich „kleiner“. Ein großer Teil von
Ihnen liegt am Boden als Staubkrümel bzw. „braune Brühe“
nach dem Aufguss. Der andere Teil ist u.U. an der Kabinendecke in
Form einer „braunen Staubschliere“.
Dadurch wird auch die Luftzirkulation im Ofen und damit das ganze
Saunaklima verschlechtert. Im Extremfall kann es auch zum Ausglühen
der Heizstäbe kommen (insbesondere bei gewerblichen Anlagen
– hier müssen die Steine spätestens nach 4-6 Monaten
gewechselt werden).
„Ungläubige“ sollten einmal in Ihr „Ofeninneres“
schauen. Nach Jahren des regelmäßigen Betriebes des Ofens
klingen die Steine nicht mehr „hell“ beim Aufeinanderschlagen,
sondern dumpf und brüchig.

Es gibt drei Möglichkeiten:
a) Steine zu alt, brüchig – beim Aufguss wird „Staub“
mit nach oben gerissen,
b) falsche, „schlechte“ Aufgüsse, zu alt usw. –
z.B. ätherische Öle in Reinform – erkennbar am leichten
„Ölfilm“ oder
c) Steinbehälter nach Fremdkörpern absuchen
und eine vierte Ursache behandeln wir nachfolgend separat.
Für Ihre Fragen hier klicken!

Beim allerersten Aufheizen ist ein minimaler Qualm / Geruch normal.
Heizschlangen und Steinbehälter sind leicht „fettig“.
Doch keine Angst, es geht schnell vorbei.
Sofortiger Kontakt mit Ihrem Lieferanten ist jedoch angesagt, wenn
dies nach wenigen Wochen passiert und auf einmal ein beißender
Geruch in der Luft hängt.
Die Ursache sind „kokende“ Steine.
Sie werden sonst wenig darüber hören und lesen, weil die
Hersteller von Saunaöfen, welche die Saunasteine mitliefern,
gern den Ball dazu „flach halten“.
Zum Problem:
Die Steine brechen regelrecht auf - nach mehrmaligem Aufheizen,
evtl. auch nach Aufgüssen. Im Inneren befindet sich dann eine
Art „Koks“, also „qualmende“ Stoffe. Ganz
schnell – wenn man nicht in der Nähe ist – wird
die Sauna schwarz!
Die Erklärung ist simpel. Die Diabas oder Peridoditgesteine
werden mit der „Baggerschaufel gefördert“. Irgendwo
in dem Steinbruch hört diese „Steinader“ auf und
das Gestein wird unrein. Bei tausend Hühnereiern ist auch mal
ein schlechtes / faules mit dabei.
Ein kleiner Brocken reicht. Er ist in der Regel brüchiger,
klingt dumpfer und sieht bräunlich aus. Im Gegensatz zum schwarzgrau
des Peridodit und blaugrau des Olivindiabas.
Einige Hersteller legen das Gutachten der Zusammensetzung mit bei,
schön!! Aber glauben Sie wirklich, dass für jeden Steinbrocken
ein separates Gutachten angefertigt wird?

Ja, diese Unterschiede in den Angaben gibt es. Der Ofenhersteller ist bei diesen Angaben immer gern auf (seiner) der sicheren Seite – siehe auch FAQ zur Position des Fühlers.
Dies muss neben der Grundfläche / dem Rauminhalt noch berücksichtigt werden:
- Bauweise (Stärke, Dicke, Art des Wandaufbaus),
- Aufstellort (beheizter Keller oder kaltes Nebengebäude),
- Glasflächen, Art der Saunatür, Revisionsklappen, Art des Saunaofens – in gewissen Umfang,
- gewünschte Saunatemperaturen – wichtig!! (Unterschied zwischen dem Saunagänger „soft“ mit 80 Grad und dem extremen Saunaprofi, der Mitglied im Fanklub 100 Grad plus ist!) Ihren Saunagänger-Typ sollten Sie unbedingt dem Saunabauer Ihres Vertrauens mitteilen.
Eine ganz „großzügige“ Berechnung der Ofenleistung finden Sie auch hier.
Der „Saunaofenrechner“ der Firma Harvia liegt aber insbesondere bei Massivholz voll daneben.
So werden z. B. für eine 2x2 m große Sauna Öfen bis zu 12 kW empfohlen. Diese Angabe ist keineswegs falsch (ein zu „großer“ Ofen hat noch nie geschadet, nur belastet er Ihr Budget unnötig). Der Fehler liegt in der irrigen Annahme, dass Massivholz „unisoliert“ sei. Im Gegenteil – es ist ein relativ guter Wärmespeicher, Sie brauchen also nicht den Faktor 1,5 anzusetzen. Maximal mit einer längeren Aufheizzeit von 5 Minuten sollten Sie rechnen.
Ergänzend sei auch noch gesagt, dass auch alle anderen Hersteller in dem o. g. Beispiel geringere Ofenleistungen empfehlen.
Für Ihre Fragen hier klicken!

Nein!!
Der Sicherheitstemperaturbegrenzer hilft nur bedingt.
Alle Brände, die uns bekannt sind, passierten aus Unachtsamkeit
(z.B. Handtuch auf Ofen u.a.).
Entscheidend ist dabei das „Brandvolumen“. Wenn also
ein kleines „Tüchlein“ verbrennt, wird es außer
Qualm und evtl. einen defekten STB keinen Schaden anrichten.
Wenn die „kritische“ Masse überschritten ist und
z.B. die Profilbretter an den Wänden Feuer gefangen haben,
hilft auch der STB nicht mehr.

Einmal ausgeschlossen, dass ein oder mehrere Heizwendel des Ofens
defekt sind (prüfen – Steine herausnehmen – Hochheizen),
kann es an folgendem liegen:
Der Fühler ist zu nah am Hitzestrom des Ofens.
Kann man – unter aller gebotenen Vorsicht – so prüfen:
feuchtes Tuch um den Fühler wickeln – unbedingt dabei
bleiben!!, dann müssten die Heizwendel relativ schnell nachheizen,
hört man am leichten „Knacken / Knistern“.
Wenn dem so ist – Fühler weiter weg vom Ofen platzieren.
Eine andere Möglichkeit des Fehlers wäre der Hitzestrom
im Ofen – Steine zu dicht bzw. keine Zirkulation in der Sauna
– Erläuterung dazu an anderer Stelle.

Exakt wird die nie stimmen.
Erster Fakt: die Thermometer haben eine zulässige Toleranz
von mehreren Grad. Es ist aber entscheidend wo ich messe, wo das
Thermometer hängt (je höher – je heißer, ebenso
je näher dem Ofen).
Tipp: Platzieren Sie das Thermometer in Brusthöhe (z.B. sitzend
auf der Bank) – diagonal gegenüber dem Ofen.
Zweiter Fakt: Für den Fühler der die elektronische Temperatur
am Steuergerät anzeigt (wenn die Steuerung damit ausgestattet
ist) ist ebenso die Lage entscheidend.
Wer unbedingt eine Übereinstimmung auf das „Grad“
genau haben will – dem hilft nur eins – „Suchet,
so werdet Ihr – die richtige Stelle – finden“.
|